Britischer UFO-Hacker: Auslieferung trotz Krankheit

Die britische Innenministerin Jacqui Smith hat den neuerlichen Einspruch gegen die Auslieferung des als „UFO-Hacker“ in den Medien bekannt gewordenen Gary McKinnon abgelehnt. Smith ignorierte damit ein Gutachten von Experten, das die Auslieferung des 42-Jährigen gegen die europäische Menschenrechtskonvention verstoße, wie The Guardian schreibt.

McKinnon wird vorgeworfen, sich in die Systeme verschiedener militärischer Einrichtungen gehackt zu haben. Nach seinen Angaben habe er nur nach Beweisen für die Existenz von Außerirdischen gesucht. Vor wenigen Monaten war bei McKinnon das Asperger-Syndrom diagnostiziert worden, eine Form des Autismus.

Die Rechtsvertreter des 42-Jährigen hatten ein Gutachten von dem Autismus-Experten Simon Baron-Cohen von der Cambridge University erstellen lassen. Das Gutachten war Smith im vergangenen Monat vorgelegt worden. Nun hat Gordon Browns Innenministerin das Ansuchen jedoch abgewiesen. McKinnons Rechtsanwälte befürchten, dass die Auslieferung ernste gesundheitliche Folgen für den 42-Jährigen nach sich ziehen könnte und daher gegen Artikel 3 der Menschenrechtskonvention verstoße. Sollte McKinnon in den USA verurteilt werden, drohen ihm bis zu 70 Jahre Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis.

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