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Brasilianische Virenschreiber: Jedem das Seine

Brasilianische Virenschreiber stehen am Beginn einer neuen Epoche. Während sie bis vor kurzem noch an nahezu alle gestohlenen Adressen Spam-Mails mit Links auf Schädlinge versendeten, gehen sie jetzt dazu über, die Datenbanken der gestohlenen Adressen zu differenzieren. Mit anderen Worten versenden sie nun an jedes Land Spam mit Links auf eigens für dieses Land konzipierte Schädlinge. Hier ein Beispiel für eine Nachricht dieses Typs:

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Dieser Spamversand zielt speziell auf Opfer in Ecuador ab – viele Domains in den Empfängeradressen weisen direkt darauf hin. Um bei Domains wie hotmail.com das Land des potentiellen Opfers zu bestimmen, verwenden die Betrüger eine einfache Anfrage des Typs „POST“- an einen Remote-Server, auf dem ein PHP-Skript die Standorte der User verzeichnet. Ein Beispiel für eine solche Anfrage ist: server.com POST /In.php.

Der Diebstahl von E-Mail-Adressen ist in der Regel recht simpel. Auf dem infizierten Rechner wird ein Code ausgeführt, der alle Adressen aus der Kontaktliste der Datenbank eines E-Mail-Programms ausliest. Im Programm Outlook Express werden sie z.B. aus der Datei .wab abgelesen.

Brasilianische Virenschreiber sind also ganz offensichtlich bestrebt, neues Terrain zu erschließen – jedem Land sein eigenes Schadprogramm. Auf diese Weise versuchen sie die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass ein Sample Antiviren-Unternehmen in die Hände fällt, die keine regionalen Untersuchungen anstellen. Ein Beispiel dafür ist der Schädling, auf den der Link in der oben abgebildeten Spam-Nachricht verweist. Fast zwei Tage nach seinem Auftauchen wird er noch immer von vielen angesehenen Antivirenprogrammen nicht erkannt. Laut dem letzten Scan des Service Virustotal weist das Exemplar eine Erkennungsrate von 9/41 (21,96 Prozent) auf.

Brasilianische Virenschreiber: Jedem das Seine

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