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Botnet knackt Google Mail-CAPTCHAs

Die größte zu überwindende Hürde sind dabei die CAPTCHAs, eine Art Bilderrätsel.

Mit Hilfe eines Botnets gelingt es Spammern allem Anschein nach mit automatischen Programmen die Anmeldeprozedur von Google Mail erfolgreich zu absolvieren. Eine bislang noch recht brauchbare Schutzmaßnahme gegen automatisierte Anmeldungen, das Lösen eines so genannten CAPTCHAs, stellt offenbar keine unüberwindbare Hürde mehr dar. Die grafisch verzerrten Abbildungen von Buchstaben und Zahlen werden an Botnet-Rechner geschickt, die dann des Rätsels Lösung zurück senden.

Die Verwendung kostenloser Mail-Konten bei großen Anbietern hat für Spammer viele Vorteile. Sie kosten nichts, werden selten von Sperrlisten in Spam-Filtern erfasst und im Fall von Google Mail stehen zudem viele weitere Dienste bereit. Daher lohnt sich der Aufwand, der nötig ist, um die technischen Hürden zu überwinden, die Google automatischen Anmeldeprogrammen in den Weg gestellt hat.

Das Sicherheitsunternehmen Websense berichtet, das gegen Google Mail eingesetzte Verfahren zum Knacken der CAPTCHAs sei deutlich ausgefeilter als das kürzlich bei Microsofts Live Mail beobachtete. Im Gegensatz zu diesem arbeiten beim Knacken eines Google-CAPTCHA zwei Botnet-Rechner zusammen. Sie setzen zwei unterschiedliche Verfahren zum Lösen der Bilderrätsel ein, um die Trefferquote zu erhöhen. Wie Websense festgestellt haben will, beträgt die Erfolgsquote etwa 20 Prozent.

Die Spammer nutzen offenkundig einen entgeltlich angebotenen Dienst, der auf das Knacken von CAPTCHAs spezialisiert ist. Sumeet Prasad von Websense geht davon aus, dass die Betreiber dieses Untergrunddienstes die gleichen sind, die auch im Fall von Live Mail schon erfolgreich waren.

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