Geheimer Käufer: Vorsicht vor Fälschungen

Das Angebot, als „geheimer Käufer“ zu arbeiten, ist eine weit verbreitete Falle von Internet-Betrügern. Sie bieten Verdienstmöglichkeiten in der Freizeit an und senden – bei Einverständnis – einen gefälschten Scheck über eine sehr hohe Summe, die der neue Mitarbeiter mit dem Kauf von Waren und der Durchführung von Nachforschungen kompensieren soll. Das nach Ausführung der Arbeit verbleibende Geld gibt das Opfer den Betrügern zurück. Wenn also die Bank den gesendeten Scheck als Fälschung annulliert, kommt der unglückliche „geheime Käufer“ in die roten Zahlen.

Allerdings werden die Anwender in punkto Internet-Sicherheit immer beschlagener, und die Verbrecher müssen sich daher immer wieder etwas Neues einfallen lassen, um ihre Ziele zu erreichen. Ein Beispiel für eine solche neue Methode sind als Versendung einer großen Website, die auf „geheime Käufer“ spezialisiert ist, getarnte betrügerische Mails. In einem solchen Schreiben, das angeblich von dem Unternehmen Mystery Shopper Inc stammte, wurde auf eine Stellenbeschreibung verwiesen. Doch der dazugehörige Link hing mit einer anderen Ressource zusammen, die ebenfalls auf diese Art der Marktforschung spezialisiert ist. Die Adresse der echten Seite der Betrüger wurde erst nach dem Aufruf des angegebenen Links sichtbar. Selbstverständlich hatte er mit den offiziellen Ressourcen von Mystery Shopper Inc nicht das Geringste zu tun.

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Auf der betrügerischen Seite wurden die Vorteilen der Arbeit als „geheimer Käufer“ angeführt, und um den gewünschten Job zu erhalten, forderten die Autoren den Empfänger auf, einen kurzen Antrag mit seinen persönlichen Daten auszufüllen (vollständiger Name, Alter, Post- und E-Mail-Adresse).

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Ich habe den Antrag ausgefüllt und als Antwort eine Mail mit detaillierten Instruktionen zur Durchführung meiner Forschungstätigkeit als „geheimer Käufer“ erhalten. Am Ende des Briefes folgte die Versicherung, dass ein Scheck für alle nötigen Ausgaben an die im Antrag angegebene Adresse geschickt würde. Der wichtigste Beweis für den betrügerischen Charakter des Schreibens bestand in der Tatsache, dass als Kontaktinformation nicht die E-Mail-Adresse des Unternehmens angegeben wurde, in dessen Namen der Brief verfasst worden war, sondern die Adresse eines kostenlosen Mail-Accounts.

Um den Spammern nicht auf den Leim zu gehen, muss man lediglich einige Vorsichtsmaßnahmen beachten: Man sollte Mails ignorieren, die von Ressourcen stammen, auf denen man selbst nicht registriert ist. Man sollte zudem immer genau im Auge haben, auf welche Adresse der Link in einer Mail führt. Und schon geht die Versuchung, einen Haufen Geld von einem gefälschten Scheck auszugeben, ganz schnell wieder vorüber.

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