Kleine User im großen Netz

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Kinder können das Internet nutzen, um für die Schule zu lernen, um zu kommunizieren, Filme und Videos anzuschauen, zu spielen und zu vielem mehr. Aber es ist auch hinlänglich bekannt, dass das Netz nicht unbedingt immer ein sicherer Ort ist. Um die Aktivität ihrer Kinder im Internet zu kontrollieren, nutzen viele Eltern eine spezielle Software, die so genannte „Kindersicherung“.

Die Standardfunktionen einer solchen Software sind: Kontrolle der Zeit, die das Kind vor dem Computer oder im Internet verbringt; Programmstartkontrolle sowie Kontrolle der Verbreitung persönlicher Informationen. Eine der wichtigsten Funktionen der Kindersicherung ist die Zugriffsbeschränkung auf Webressourcen mit unerwünschter Thematik.

Im Folgenden werden wir die KSN-Statistik zu den Besuchen von Kindern auf Websites verschiedener Kategorien betrachten, die auf den Benachrichtigungen des Moduls „Kindersicherung“ von Kaspersky Lab beruht. Aufgrund dieser Statistik können wir einschätzen, auf Websites welcher Kategorien von unerwünschtem Inhalt Kinder am häufigsten landen.

Erstellung der Statistik

Das Modul „Kindersicherung“ von Kaspersky Lab scannt den Inhalt der Webseite, auf die ein Kind versucht zu gelangen. Gehört die Site zu einer von 14 Kategorien, sendet das Modul eine entsprechende Benachrichtigung an das KSN (dabei werden die persönlichen Daten des Nutzers nicht berührt und die Privatsphäre wird nicht verletzt).

Der Zugriff auf eine Ressource wird nur dann blockiert, wenn die Eltern die entsprechende Kategorie markiert haben. Die Statistik wird anonym erstellt, in Abhängigkeit davon, ob die Kategorie von den Eltern mit einem Häkchen versehen wurde (ob sie vom Modul „Kindersicherung“ blockiert wird).

Wir weisen besonders darauf hin, dass die Statistik keine Daten von mobilen Geräten enthält.

Gegenwärtig wird nach den folgenden thematischen Kategorien gefiltert:

Wir haben die ersten zwölf Kategorien aus der Liste ausgewählt. Die Kategorien „Konfessionen“ und „Nachrichtenmedien“ wurden nicht in die Untersuchung einbezogen, da sie erst vor relativ kurzer Zeit aufgenommen wurden und die Statistiken zu diesen Punkten noch zu wenig umfangreich sind, um irgendwelche Schlüsse ziehen zu können.

Weltkarte

Zunächst einmal werfen wir einen Blick auf die globale Statistik.

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Verteilung der Benachrichtigungen des Moduls „Kindersicherung“ nach 12 Website-Kategorien, April 2015 – April 2016

Nach dieser Verteilung sieht man, dass die Kinder auf der ganzen Welt die meiste Zeit in sozialen Netzwerken und mit Messengern verbringen, Computerspiele spielen und dass sie weltweit die Themen Alkohol, Tabak und Betäubungsmittel umtreiben. Seltener schauen sich Kinder und Jugendliche Waren in Online-Shops an (und kaufen sie möglicherweise), noch seltener sehen sie online Videos oder hören online Musik, sie werfen wenig mit Obszönitäten um sich und surfen noch seltener auf Porno-Websites – oder landen möglicherweise aus Versehen auf derartigen Ressourcen. Sie interessieren sich praktisch überhaupt nicht für Waffen, Gewalt und Glücksspiel.

Das waren die gemittelten Werte weltweit, aber gibt es Unterschieden nach Regionen und nach Ländern? Wie es schein, ist das der Fall.

Unterschiede nach Regionen

Zum Vergleich haben wir die TOP 5 aus dem globalen Rating nach Website-Themen und fünf Regionen ausgewählt:

  • Nordamerika (USA und Kanada),
  • Westeuropa (Österreich, Belgien, Großbritannien, Deutschland, Dänemark, Irland, Spanien, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Monaco, Frankreich, Schweiz, Schweden),
  • GUS (Russland, Kasachstan, Weißrussland, ‚Ukraine),
  • Lateinamerika (Argentinien, Brasilien, Mexiko),
  • Ferner Osten (China, Singapur, Hongkong, Macao, Taiwan, Japan, Korea).

Und das ist dabei herausgekommen:

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Werte der TOP 5 der Website-Kategorien in den verschiedenen Regionen

In Nordamerika gehen weniger Kinder als im weltweiten Durchschnitt auf Websites von sozialen Netzwerken, sie nutzen weniger Messenger, Chats und Foren, dafür interessieren sie sich stärker für Computerspiele, Alkohol und Online-Shopping.

Die Situation in Westeuropa ist der in Nordamerika sehr ähnlich.

In den GUS-Staaten interessieren sich Kinder und Jugendliche weniger als in anderen Regionen für Online-Shops.

In Lateinamerika ist – wie auch in der GUS – Internet-Kommunikation unter Kindern und Jugendlichen sehr beliebt, allerdings spielen sie hier weniger Computerspiele als in den anderen Regionen.

In den fernöstlichen Ländern sieht es ganz anders aus. Soziale Netzwerke sind hier praktisch ebenso populär wie in den westlichen Ländern. Doch die Kinder und Jugendlichen aus dieser Region verbringen ihre Zeit nicht so sehr mit Computerspielen (was vielleicht damit zu erklären ist, dass sie auf Konsolen spielen), sondern vielmehr in Internet-Shops, wie dem japanischen Rakuten, amazon.co.jp, Uniqlo und dem chinesischen Taobao.

Unterschiede nach Ländern

Es hat sich gezeigt, dass es sogar zwischen den Ländern einer Region Unterschiede in der Beliebtheit von Websites gibt, auf denen Kinder auf unerwünschten Content stoßen könnten. Bei dem Vergleich der Situationen in verschiedenen Ländern haben wir neben den TOP 5 auch die Kategorie „Inhalte für Erwachsene“ einbezogen. Und mit dieser Kategorie beginnen wir auch.

Inhalte für Erwachsene

Wenn es um die Sicherheit von Kindern im Internet geht, kommt man an dem Thema Pornografie nicht vorbei –der Stoff, aus dem die schrecklichsten Alpträume von Millionen von Eltern sind. Lange Zeit war diese Kategorie ganz oben auf der Beliebtheits-Hitliste, aber nun haben wir gute Neuigkeiten! Der Statistik des Moduls „Kindersicherung“ zufolge gehen immer weniger Kinder mit ihren Computern auf pornografische oder erotische Ressourcen, Kontaktseiten für Erwachsene oder auf Websites von Sexshops.

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Popularitätsdynamik der Kategorie „Inhalte für Erwachsene“ weltweit,
Januar 2015 – April 2016, Statistik des Moduls „Kindersicherung“

Allerdings können wir nicht ausschließen, dass Kinder und Jugendliche mit ihren Smartphones auf Websites mit für sie verbotene Themen surfen: Für sie ist es einfacher, mit dem Telefon Pornos zu gucken, auf dem keine Kindersicherung installiert ist, als mit dem Computer, den die Eltern ständig im Auge haben.

Am größten ist das Interesse an Websites mit nicht jugendfreien Inhalten unter Kindern und Jugendlichen in China. In Großbritannien, den USA und Russland besuchen Kinder derartige Ressourcen am seltensten.

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Popularität der Kategorie „Inhalte für Erwachsene“ weltweit,
April 2015 – April 2016, Statistik des Moduls „Kindersicherung“

Gemäß der Statistik des Moduls „Kindersicherung“ ist die in allen Regionen populärste Website dieser Kategorie xvideos. Ist in der Kindersicherung die Blockierung nach der Kategorie „Inhalte für Erwachsene“ aktiviert, so endet der Versuch, diese Site zu besuchen, mit einer Warnmitteilung. Wir weisen darauf hin, dass das neue Produkt von Kaspersky Lab, Safe Kids, auch auf mobilen Geräten läuft:

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Warnung von Safe Kids auf einem mobilen Gerät

Wenn Sie Ihr Kind zuverlässig vor pornografischen Inhalten schützen wollen, markieren sie unbedingt die entsprechende Kategorie in der Kindersicherung als verboten.

Kommunikationsmedien im Internet

67% aller Besuche auf Internet-Sites aus unserer Liste entfallen auf die Kategorie „Kommunikationsmedien im Internet – soziale Netzwerke, Messenger, Chats und Foren.

Die unter Kindern auf der ganzen Welt populärsten Websites sind soziale Netzwerke. Das ist auch nicht überraschend, da man in sozialen Netzwerken nicht nur kommunizieren, ein ganz eigenes Tagebuch führen und Fotos und Videos teilen kann, sondern auch einkaufen, spielen und Filme und Animationen anschauen. Darüber hinaus gibt es auf diesen Ressourcen aber auch Vieles, was für Kinder verboten ist: In einigen sozialen Netzwerken findet man Pornografie, man kann Drogen kaufen und stößt auf vielerlei andere Unannehmlichkeiten.

Die am stärksten frequentierten Websites dieser Kategorie sind Facebook, Twitter, YouTube, Pinterest. In geringerem Maße besuchen Kinder Instagram und die Webversion von WhatsApp.

Laut KSN-Daten kommunizierten Kinder innerhalb der letzten anderthalb Jahre immer weniger unter Verwendung eines Computers im Internet.

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Popularitätsdynamik der Kategorie „Kommunikationsmedien im Internet“ weltweit
Januar 2015 – April 2016, Statistik des Moduls „Kindersicherung“

Wir nehmen an, dass diese Entwicklung mit der Verbreitung des mobilen Internets zusammenhängt: Heute werden zur Kommunikation immer häufiger mobile Geräte verwendet, insbesondere in den Industriestaaten. Wir weisen erneut darauf hin, dass im vorliegenden Bericht nur die Daten von dem Modul „Kindersicherung“ auf Computern ausgewertet werden, unsere Statistik berücksichtigt nicht, wie häufig Kinder und Jugendliche pro Tag mit ihren mobilen Geräten auf ihre Profilseiten in sozialen Netzwerken gehen. Außerdem sind Messenger wie Telegram und Viber in erster Linie auf mobile Nutzer zugeschnitten. Das bedeutet, dass die Internet-Kommunikation von Kindern und besonders von Jugendlichen noch sehr viel aktiver ist.

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Popularität der Kategorie „Kommunikationsmedien im Internet“ in verschiedenen Ländern,
April 2015 – April 2016, Statistik des Moduls „Kindersicherung“

Am beliebtesten sind die Internet-Kommunikationsmedien in Mexiko, Brasilien, Russland und Italien. Im Vergleich am wenigsten populär sind sie in China, Deutschland und Großbritannien.

In China hängt das vermutlich mit der staatlichen Internetzensur zusammen, und in Deutschland und Großbritannien mit der Integration mobiler Technologien und Smartphones in den Alltag von Schülern.

Das ist alles sehr schön, moderne Technologien machen unsere Welt komfortabler, und die Kommunikation in Echtzeit mit einem Menschen, der sich am anderen Ende der Welt befindet, grenzt schon an Magie! Doch jede Art von Magie hat auch ihre dunkle Seite. Pädophile, Betrüger, schlechte Menschen, Trolle, Perverse und ähnliche Subjekte können Jugendlichen oder Kindern, die die Verhaltensregeln in sozialen Netzwerken nicht beachten, das Leben verderben. Wie sich Kinder und Jugendliche in sozialen Netzwerken verhalten sollten, um nicht Cyberkriminellen zum Opfer zu fallen, lesen Sie hier.

Computerspiele

Kinder spielen seit jeher Spiele, doch in den letzten Jahrzehnten wurden reale Spiele fast vollständig von virtuellen verdrängt.

Heutige Computerspiele sind Produkte fortschrittlichster Technologien, sie sind realistisch, sozial und sie spiegeln in ihrer Welt die Kunst von Designern und Spezialisten wider. Eben darum belegen Game-Websites bei den unter Kindern und Jugendlichen beliebtesten Kategorien weltweit den zweiten Platz.

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Popularität der Kategorie „Computerspiele“ in verschiedenen Ländern,
April 2015 – April 2016, Statistik des Moduls „Kindersicherung“

Am wenigsten Computerspiele spielen die Kinder in Japan, Italien und Mexiko. Die Gründe für die geringe Beliebtheit von Computerspielen in diesen Ländern sind unterschiedlich. In Japan sind Konsolen weit verbreitet, wie z.B. Sony Play Station und Nintendo, die in auch in diesem Land entwickelt werden. In Italien und Mexiko ziehen die Kinder und Jugendlichen unserer Statistik zufolge soziale Netzwerke den Computerspielen vor.

Eine der von Kindern und Jugendlichen am meisten besuchten Game-Sites ist Steam. Dabei handelt es sich nicht nur um einen Online-Game-Shop. Es ist vielmehr eine Gamer-Community, wo man sich austauscht, neue Freunde findet, Nachrichten liest und natürlich auch Spiele kauft und die Erfolge und Spielfortschritte mit anderen teilt.

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Homepage von Steam

Der Popularität der Domains nach zu urteilen, auf die Kinder gehen, steht neben Steam die Website des Spiels Minecraft ganz oben auf der Hitliste. Dieses Spiel wird im Rahmen des Projekts MinecraftEdu in einer von Lehrern entwickelten Version sogar im Unterricht eingesetzt.

Die Zeit, die ein Kind mit Computerspielen verbringt, muss unbedingt klar reglementiert werden, denn übermäßige Spielleidenschaft kann sich schnell in Spielsucht verwandeln. Das gilt insbesondere für „Endlosspiele“, die nicht durch einen Handlungsrahmen begrenzt sind und keinen Anfang und kein Ende haben. Dazu gehören auch die Spiele des Typs MMORPG (Massively multiplayer online role-playing game). Es sind Fälle bekannt, in denen der Missbrauch von MMORPGs zu psychischen Störungen, Spielsucht und sogar zum Tod durch Erschöpfung geführt hat.

Man sollte auch darauf achten, welche Spiele ein Kind spielt, dabei sollten die Altersempfehlungen und der Inhalt des Spiels besonders berücksichtigt werden sowie die Fertigkeiten, die es entwickelt.

Spiele sind nichts Schlechtes. Aber sie sollten nach Möglichkeit auch sinnvoll sein.

Alkohol, Tabak, Betäubungsmittel

Recht unerwartet war die große Popularität der Kategorie „Alkohol, Tabak und Betäubungsmittel“. In Deutschland (22,79%) und Großbritannien (25,37%) zeigten die Kinder im Vergleich das größte Interesse an diesem Thema.

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Popularität der Kategorie „Alkohol, Tabak und Betäubungsmittel“ in verschiedenen Ländern, April 2015 – April 2016, Statistik des Moduls „Kindersicherung“

Doch leider ist dieses Thema im Internet praktisch überall anzutreffen, beispielsweise findet man nicht selten in unterschiedlichsten Jugendblogs Fotos von Mädchen, die einen „Bong“ rauchen, oder „erheiternde“ Bildchen zum Thema Schnaps.

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Veröffentlichungen in sozialen Netzwerken

Die Themen Alkohol, Tabak und Betäubungsmittel finden sich auch auf Portalen zum Teilen lustiger Inhalte, wie z.B. 9gag.

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Veröffentlichung auf der Website 9gag

In den vergangenen Jahren haben sich so genannte „legale“ Drogen ausgebreitet, die mühelos im Internet beschafft werden können. Die Behörden vieler Länder schaffen es nicht, die hunderte von täglich neu auftauchenden Websites zu sperren, auf denen mit Drogen gehandelt wird. Und auch in sozialen Netzwerken gibt es reichlich Verkaufsangebote von „legalen“ Drogen.

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Internet-Shop für „legale“ Drogen

Synthetische Drogen sind keineswegs „legal“ und schon gar nicht „ungefährlich“. Die Wirkung durch die Einnahme solcher Stoffe ist unvorhersehbar und kann schwerwiegende Folgen haben.

E-Commerce

Die Kategorie „E-Commerce“ zeigt, in welchem Maße sich Kinder für das Einkaufen im Internet interessieren.

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Popularität der Kategorie „E-Commerce“ in verschiedenen Ländern, April 2015 – April 2016, Statistik des Moduls „Kindersicherung“

Die Grafik zeigt, dass Kinder in China, Japan und den USA häufiger als Kinder in anderen Ländern Online-Shops besuchen. Den Benachrichtigungen des Moduls „Kindersicherung“ zufolge werden die Site des Online-Shops Taobao in China am häufigsten frequentiert, die von Uniqlo in Japan und die von Amazon in den USA.

Software, Audio, Video

Bei der Kategorie Software, Audio, Video ist eine interessante Tendenz zu beobachten. In den letzten anderthalb Jahren haben Kinder und Jugendliche doppelt so häufig Websites besucht, auf denen man Musik herunterladen und/oder Filme und Videos anschauen kann.

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Popularitätsdynamik der Kategorie „Software, Audio, Video“ weltweit
Januar 2015 – April 2016, Statistik des Moduls „Kindersicherung“

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als wäre an Websites dieser Art nichts auszusetzen, doch man darf dabei die illegale und schädliche Software nicht vergessen, die dem Kind zwar keinen Schaden zufügt, für den Computer aber äußerst gefährlich sein könnte.

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Popularität der Kategorie „Software, Audio, Video“ in verschiedenen Ländern,
April 2015 – April 2016, Statistik des Moduls „Kindersicherung“

In Japan schauen Kinder häufiger im Internet Filme und hören häufiger online Musik als in anderen Ländern. Am niedrigsten ist dieser Wert in Russland und Mexiko. In Russland könnte es damit zusammenhängen, dass die meisten jungen User in dem sozialen Netzwerk VKontakte Musik hören.

Laut Daten des Moduls „Kindersicherung“ ist die beliebteste Website dieser Kategorie YouTube.

Fazit

Die Popularität von Websites bestimmter Kategorien unter Kindern in verschiedenen Ländern kann sowohl mit kulturellen als auch mit ökonomischen Besonderheiten des jeweiligen Landes zusammenhängen.

Im weltweiten Durchschnitt sinkt die Nutzung von Online-Kommunikationsmedien auf dem Computer bei Kindern und Jugendlichen. Der Grund dafür ist die Verbreitung von mobilen Technologien und die Verfügbarkeit von Smartphones in den Industrienationen, die Entwicklung komfortabler mobiler Apps für soziale Netzwerke und Chats und die Möglichkeit, mit Hilfe eines mobilen Gerätes ständig online zu sein. In den Ländern jedoch, wo Smartphones unter Kindern nicht so verbreitet sind, nutzen diese weitaus häufiger den Computer für die Kommunikation im Internet.

Interessant ist das Verhältnis zwischen den Kategorien „Kommunikationsmedien im Internet“ und „Computerspiele“: Je niedriger der Wert der erstgenannten Kategorie in einem Land ist, desto höher ist der der letztgenannten Kategorie:

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Popularität der Kategorien „Kommunikationsmedien im Internet“ und „Computerspiele“ in verschiedenen Ländern, April 2015 – April 2016, Statistik des Moduls „Kindersicherung“

Interessant ist, dass Kinder im Netz immer selbstständiger werden: Sie suchen sich selbst aus, welche Musik sie hören, welche Filme und Videos sie sehen und welche Waren sie möglicherweise kaufen.

Selbstständigkeit ist eine hervorragende Eigenschaft für ein Kind, doch im Netz muss sie – wie auch im realen Leben – unbedingt kontrolliert werden. Auch wenn Kindersicherungsprogramme nur Helfer sein können, die das Kind vor unerwünschtem Content schützen, sollte man sie keinesfalls verschmähen. Das Produkt von Kaspersky Lab, Safe Kids, blockiert beispielsweise nicht nur unerwünschte Websites, sondern informiert die Eltern auch über gefährliche Anfragen des Kindes in Suchmaschinen und über seine Aktivität in sozialen Netzwerken. Da Safe Kids auch auf mobilen Geräten läuft, können die Eltern auch über den aktuellen Aufenthaltsort ihres Kindes in Kenntnis gesetzt werden.

Für Kinder, und insbesondere für Jugendliche, ist das Internet heute ein natürlicher Lebensraum. Wir tun alles dafür, dass es auch ein sicherer Lebensraum ist.

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