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BelPak weltweiter Spitzenreiter in puncto Spamaktivität

Die Mitarbeiter des deutschen Projekts Uceprotect haben sich dem Kampf gegen den Missbrauch der E-Mail-Technologie verschrieben. Laut Statistik der Aktivisten vom 21. Januar ist der neue Spitzenreiter im weltweiten Rating der AS-Spamquellen BelPak – das Datenübertragungsnetz der Brester Filiale des weißrussischen Konzerns „Beltelecom“.

Die Informationen über die Quellen illegitimer Mitteilungen, die sich zumeist als Spambots erweisen, trägt Uceprotect mit Hilfe von Spamfallen zusammen, die sich in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Kanada und Australien befinden. Die Blacklists der Spamquellen, die kostenlos heruntergeladen werden können und von 3 Millionen Systemen genutzt werden, sind nach IP-Adressen, PA-Adressräumen und AS-Systemen systematisiert. Die unrühmliche Hitliste der AS-Provider mit Anzahl der Spammer-IP und Änderungsdynamik wird ebenfalls auf der Website von Uceprotect veröffentlicht und in Echtzeit aktualisiert. Die Mitarbeiter des Projekts hoffen auf diese Weise, die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Problem in diesen Netzen zu lenken und die fahrlässigen Provider dazu zu bringen, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Das Rating, das am 21. Januar mehr als 230 AS-Systeme umfasste, wird von BelPak (AS6697) angeführt, das innerhalb weniger Tage vom 3. auf den ersten Platz aufstieg. Die Aktivisten entdeckten in diesem Netz mehr als 40.000 IP-Adressen, die von Spammern genutzt werden. In den TOP 5 der Spam-Provider waren in absteigender Folge zudem vertreten: die vietnamesische Post- und Telekommunikationsgruppe VNPT (AS45899), das indische BSNL Broadband (AS9829), die pakistanische PKTELECOM (AS45595) und die kasachische Kazakhtelecom (AS9198). Beltelecom kommentiert das traurige Abschneiden im Rating der schlimmsten Spam-Provider seiner Tochter BelPak folgendermaßen: Das Spam-Problem in diesem AS-Netz sei wohl bekannt, doch „Vieles hängt von dem Anwender ab, seinen technischen Fähigkeiten, da für den Versand von nicht sanktionierten Mitteilungen Computer mit ungeschützten Ressourcen verwendet werden“. Gegen Botnetze vorzugehen, deren Systembetreuer außerhalb des Landes sitzen, ist allgemein sehr schwierig; die einzige Möglichkeit, die der Provider hat, wenn er Spam-Traffic registriert, liegt im Sperren der jeweiligen IP-Adresse.

Quellen:

  • Hier die schlimmsten Spam-Provider am Pranger.
  • „Beltelecom“ erklärt die Gründe für den ersten Platz von BelPak im Rating der Spam-Provider.

BelPak weltweiter Spitzenreiter in puncto Spamaktivität

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