Phishing

Amazon als Köder

In der vergangenen Woche beobachteten wir einige Versendungen in französischer, italienischer und englischer Sprache, die im Namen der Amazon Online-Shops der jeweiligen Länder verfasst worden waren. In allen Schreiben wurden den Nutzern Gutscheine, Geschenkkarten oder andere Boni angeboten.

Die Mails mit diesen verlockenden Angeboten wurden hauptsächlich aus Italien und Frankreich verschickt. Die Mail-Adressen allerdings, von denen sie verschickt wurden, ließen berechtigte Zweifel an der Echtheit der Mitteilungen aufkommen – die Cyberkriminellen hatten nämlich noch nicht einmal versucht, die offiziellen Unternehmens-Adressen von Amazon zu fälschen, der Name „Amazon“ tauchte lediglich als Absender auf.

Amazon als Köder

Jede Mail enthält Links, die angeblich zu Amazon führen, wo der Nutzer dann seinen „Gutschein“ einlösen soll. Eine Analyse der in den Mails platzierten Links zeigt, dass sie die Nutzer aus unterschiedlichen Ländern auf unterschiedliche Seiten umleiten. So werden Nutzer mit irgendeiner europäischen IP-Adresse gebeten, einen Fragebogen in englischer Sprache auszufüllen, und als Belohnung für ihre Mühe wird ihnen angeboten, an einer Verlosung des iPhone 6S teilzunehmen.

Amazon als Köder

Das neue Smartphone kostet den glücklichen Gewinner nur einen einzigen Euro. Doch zunächst einmal muss er seine Kreditkartendaten auf der Website myflixhd[.]com eingeben – einem Portal zum Streamen von Filmen.

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Diese Site verspricht ein fünftägiges kostenloses Test-Abo, allerdings werden die Kreditkartendaten abgefragt und wenn man das Abo nicht rechtzeitig kündigt, werden daraufhin monatlich 50 Euro abgebucht.

Selbstverständlich hat der Internetgigant Amazon damit und mit derartigen Verlosungen nichts zu tun und die Wahrscheinlichkeit für den einzelnen Nutzer, das begehrte iPhone 6S zu bekommen, ist verschwindend gering. Dafür ist aber die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die auf einer Werbeseite hinterlassenen Kreditkartendaten von Dritten zu deren Zwecken ausgenutzt werden.

Amazon als Köder

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Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

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2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

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