Spam-Test

Allgegenwärtiger Familienvater

Viele Websites zeigen dem Anwender je nach dem, in welchem Land er sich befindet, unterschiedliche Texte an. Einige Portale können beispielsweise auf der Startseite standardmäßig Nachrichten oder Wettervorhersagen aus der Region, in der der Anwender sich gerade befindet, anzeigen – in der berechtigten Annahme, dass solche Informationen ihn in erster Linie interessieren.

Diese Möglichkeit steht selbstverständlich auch Spammern und Betrügern jeglicher Couleur zur Verfügung.

Die folgende E-Mail in spanischer Sprache bewirbt einen einfachen Weg, sich im Netz etwas dazu zu verdienen:

1404rubin2

Der Link aus der Mail führt auf die Seite times-financials.com, die den Daten von whois zufolge im Oktober letzten Jahres registriert wurde:

1404rubin3

„Familienvater aus Moskau verdient 14.000 Dollar im Monat “ verkündet die Überschrift.

Aus Moskau? Hmmm…

Versuchen wir einmal auf dieselbe Site über den Proxy proxyvpn.se zu gelangen:

1404rubin4

Hier stammt der Familienvater bereits aus New York.

Tauscht man übrigens in der Adresse der Seite die Sprache aus, und schreibt dort EN an Stelle von ES, so wird die Website nicht auf Spanisch, sondern in englischer Sprache angezeigt:

1404rubin5

Und schreibt man FR, so erscheint sie dementsprechend auf Französisch:

1404rubin6

Bedient man sich eines deutschen Proxys, so weiß der „Vater“ gar nicht mehr, wo er sich befindet, und in der Überschrift wird auf gar keine Stadt der Welt verwiesen:

1404rubin1

Der Link aus den „Artikeln“ bleibt dagegen immer unverändert – er führt auf die Website yourbinarysystem.com, die im Januar 2014 registriert wurde. Diese Website verspricht dem Nutzer märchenhafte Reichtümer, und ein Link dort führt seinerseits auf eine dritte Website mit einer ordinären Finanzpyramide.

Uns stehen bisher noch keine Mails mit Links auf den „Familienvater“ in anderen als der spanischen Sprache zur Verfügung, aber wir sind sicher, dass die „Autoren“ der Pyramide auch solche Versendungen zusammenstellen werden, denn wie sollten sie sonst die Aufmerksamkeit auf die Versionen ihrer Website in anderen Sprachen lenken? Sollten Sie so eine Mail erhalten, schicken Sie sie uns bitte zu!

Allgegenwärtiger Familienvater

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

 

Berichte

Virologie mobiler Geräte 2016

Im Jahr 2016 stieg die Zahl der Werbe-Trojaner, die in der Lage sind, Superuser-Rechte zu nutzen, weiterhin an. Im Verlauf des gesamten Jahres war das die Bedrohung Nummer eins und wir können bisher keinerlei Anzeichen für eine Trendwende in diesem Bereich erkennen.

Spam im Jahr 2016

Im Jahr 2016 haben sich in den Spam-Strömen verschiedene Veränderungen vollzogen. Die bedeutsamste Veränderung ist dabei sicherlich die Zunahme von Versendungen mit schädlichen Erpresser-Programmen. Wenn man berücksichtigt, wie relativ einfach diese Programme auf dem Schwarzmarkt zu haben sind, so wird sich diese Tendenz aller Wahrscheinlichkeit fortsetzen.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Jahresrückblick. Statistik für 2016

2016 war ein angespanntes und turbulentes Jahr im Cyberspace – von riesigen IoT-Botnets über Ransomware bis hin zu zielgerichteten Cyberspionage-Attacken, Finanzdiebstählen und Hacktivismus war alles vertreten – und sogar noch vieles mehr. Der Jahresrückblick und die Statistik für 2016 von Kaspersky Lab liefern einen detaillierten Überblick über diese Ereignisse. Die Kurzzusammenfassung finden Sie hier.

Kaspersky Security Bulletin 2016/2017. Die Ransomware-Revolution

Zwischen Januar und September 2016 hat sich die Zahl der Ransomware-Attacken auf Unternehmen verdreifacht, das ist gleichbedeutend mit einem Angriff alle 40 Sekunden. Der Markt für Ransomware-as-a-Service boomt, das Projekt NoMoreRansom wurde ins Leben gerufen: Für Kaspersky Lab ist Ransomware DAS Thema des Jahres 2016.

Abonnieren Sie unsere wöchentlichen E-Mails

Brandaktuelle Themen direkt in Ihr Postfach