35 Jahre Haft in Facebook-Missbrauchsfall

In Chicago ist am gestrigen Dienstag ein 25-jähriger US-Bürger zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt worden, der über einen gehackten Account der Social-Networking-Plattform Facebook Kontakt zu einem Minderjährigen aufgenommen und diesen bei späteren Treffen wiederholt sexuell missbraucht hatte. Gerichtsangaben zufolge verschaffte sich der Hochschulabsolvent bereits Anfang 2006 widerrechtlich Zugang zu dem Facebook-Konto einer Schülerin und gab sich anschließend als Mädchen aus. Kontakt suchte er zu Jungen, denen er versprach, sie könnten Sex mit dem fiktiven Mädchen haben. Zuvor müssten sie jedoch Sex mit dessen Freund (ihm selbst) haben und sich dabei filmen lassen.

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Vor dem United States District Court for the Northern District of Illinois war der 25-Jährige, der sich selbst als „eingesperrter Homosexueller“ bezeichnet, wegen der Produktion von Kinderpornografie in sechs Fällen, schwerem sexuellen Missbrauch in zwei Fällen sowie je einem Fall von unanständiger Annäherung an Minderjährige und Einschüchterung angeklagt. Angezeigt hatte ihn ein 15-Jähriger, der erstmals im Mai 2006 in der Wohnung des Mannes missbraucht worden war. Nachdem sich der Junge später weiteren Treffen verweigerte, drohte der 25-Jährige damit, das angefertigte Videomaterial im Internet zu veröffentlichen und forderte zudem Geld. Daraufhin schaltete der 15-Jährige die Polizei ein.

Den Angaben zufolge war es das erste Strafverfahren, bei dem ein gehacktes Facebook-Konto zur Kontaktanbahnung mit Minderjährigen eine Rolle spielte, das zu einer Verurteilung führte. Dass das Strafmaß so hoch ausfiel, liegt unter anderem daran, dass der Angeklagte früher bereits negativ aufgefallen war: Mit 19 hatte er versucht, über einen Online-Chat Kontakt zu einem Minderjährigen aufzunehmen. Hinter dem Chat-Partner verbarg sich jedoch ein Undercover-Mitarbeiter der Polizei, die den 25-Jährigen beim ersten Treffen verhaftete. Nachdem er sich damals schuldig bekannt hatte, wurde er unter eine 24-monatige Aufsicht mit psychologischer Betreuung gestellt. Von einer Registrierung als potenzieller Sexualstraftäter sah das Gericht damals ab.

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